Auch zwanzig Jahre nach der ersten Klima-Konferenz von Rio de Janeiro sei eine konsequente Trendwende zu nachhaltiger Entwicklung nicht erkennbar, beklagten die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung. Die «ressourcenfressenden Industrienationen» seien gefordert, ihre Wirtschafts- und Finanzsysteme auf Nachhaltigkeit umzustellen.
Der Schutz natürlicher Ressourcen müsse mehr Gewicht bekommen. Wirtschaft und Handel sollten so ausgerichtet werden, dass auch von Hunger und Armut geplagte Länder selbst für die Ernährung ihrer Völker sorgen können. Zum UN-Nachhaltigkeitsgipfel vom 20. bis 22. Juni werden über 100 Staats- und Regierungschefs im brasilianischen Rio de Janeiro erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte ihre Teilnahme ab.

