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Rio 20+: Brauchen wir überhaupt ein globales Abkommen? (20.06.2012)

Verhandlungen in Rio Bild: courtesy iisd.caDie Welt trifft sich zum Nachhaltigkeitsgipfel Rio20+ in Brasilien. Doch bereits im Vorfeld zeigt sich auch dieses Mal: internationale Verhandlungen sind äußerst mühselig und oft ist nur der kleinste gemeinsame Nenner konsensfähig. Wir kommen nicht recht voran. Da stellt sich die Frage, ob die ein gezieltes Umlenken auf einen grünen Wachstumspfad eine globale politische Einigung überflüssig machen könnte?

Schließlich sind die Erneuerbaren Energien eine Erfolgsgeschichte, deren Ausmaß und Geschwindigkeit staunen lässt. Weltweit erreichen die Investitionen in Erneuerbare Energien Jahr für Jahr neue Rekordmarken. Könnte also eine globale Energiewende unsere Klimaschutzprobleme lösen?

Die Klimaforscher Prof. Ottmar Edenhofer und Michael Jakob vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) legen in der KfW-Reihe "Meinungsforum Entwicklungspolitik" dar, 
"warum 'Grünes Wachstum' ohne paralleles Klimaschutzabkommen eine trügerische Hoffnung wäre“.

Ihre Analyse zeigt, dass es sich auch künftig finanziell lohnen würde Öl, Gas und Kohle zur fördern, mit all den negativen Auswirkungen auf das Klima. Denn die globalen Kohlevorräte werden auf 15.000 Milliarden Tonnen geschätzt, das reicht für Jahrhunderte. Und steigende Öl- und Gaspreise, so die Autoren, machen nur aufwendigere und riskantere Verfahren rentabel.

Ohne einen internationalen Ordnungsrahmen werden wir nicht auskommen, so die Forscher. Der Weg zu einem internationalen Abkommen wird aber durch grünes Wachstum erleichtert. Die beiden Autoren skizzieren auch, wie ein pragmatischer ordnungspolitischer Rahmen auf internationaler, regionaler sowie lokaler Ebene aussehen könnte, der die Umsetzung der Klimaziele wirkungsvoll und arbeitsteilig unterstützt.

Den Beitrag von Ottmar Edenhofer und Michael Jakob finden Sie auf kfw-entwicklungsbank.de als zweiseitigen PDF-Download.

 


© Verhandlungen in Rio Bild: courtesy iisd.ca



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