Etwa 90 Teilnehmer informierten sich vergangenen Montag über den aktuellen Stand rund um das Thema CO2-Handel und erhielten einen Ausblick auf die weiteren Entwicklungen.
Besonderes Interesse weckten die Ausführungen von MinR Schafhausen vom BMU sowie des Leiters der DEHSt, Herrn Dr. Nantke.
Danach werden die Zuteilungsmodalitäten für Emissionszertifikate für den zweiten Nationalen Allokationsplan (NAP II) zur Handelsperiode 2008 bis 2012 derzeit von den zuständigen Behörden eingehend geprüft.
Wie Franzjosef Schafhausen, Ministerialrat im Bundesumweltministerium und Leiter der Arbeitsgruppe Emissionshandel, auf einer Branchenveranstaltung in Berlin erklärte, könnte ein "Benchmark"-Allokationsverfahren auch auf bereits bestehende Anlagen ausgeweitet werden. Dieses Zuteilungsverfahren werde derzeit nur bei neuen Anlagen angewandt, wobei für die Zuteilung allgemeine historische Emissionsdaten als Grundlage dienen. Wie Schafhausen weiter ausführte, werde auch über ein Auktionsverfahren für die zweite Zuteilungsphase nachgedacht. Aufgrund der EU-Vorgaben sei es jedoch nur möglich, 10 % der zu verteilenden Zertifikate über eine Auktion zu vergeben. Die Bundesregierung hatte den vom Emissionshandel betroffenen deutschen Unternehmen für die erste Handelsperiode Zertifikate mit einem Volumen von 503 Mio. t CO2 zugeteilt. Für die zweite Handelsphase sind nur noch 495 Mio. t vorgesehen.
Über weitere Änderungen bei der Regelung von prozessbedingten Emissionen sowie über die Zuteilung für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen werde ebenfalls beraten, so Schafhausen.
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