Die Bestandsaufnahme erfasst Anlagen ab 20 MW Leistung. Die neuen Kraftwerke sollen bis etwa 2012 in Betrieb gehen und haben ein Investitionsvolumen von rund acht Milliarden Euro.
"Die neue Kraftwerksgeneration wird vorwiegend ältere Kohlekraftwerke ersetzen sowie Kernkraftwerke, die vom Netz genommen werden sollen", erklärte BDEW-Präsident Michael G. Feist. Die Energiewirtschaft wolle die Stromversorgung auch in Zukunft mit einem vielfältigen Energiemix und unterschiedlichen Erzeugungstechniken sichern. Erneuerbare Energien gehörten ebenso dazu wie Erdgas- und Kohlekraftwerke. Feist: "Die neuen Erzeugungsanlagen benötigen wesentlich weniger Brennstoff pro erzeugter Kilowattstunde als ihre Vorgänger. Deshalb ist jede neue Anlage ein Gewinn für die Umwelt."
"Mit Sorge beobachten wir allerdings den wachsenden Widerstand gegen Kraftwerksprojekte", erklärte Feist. Proteste richteten sich aktuell sowohl gegen Kohlekraftwerke als auch gegen Wasserkraftwerke, die Windenergie oder den Bau von Stromleitungen. "Woher soll der Strom künftig kommen, wenn am Kraftwerksstandort Deutschland die Erzeugung zunehmend blockiert wird?", fragte Feist. Zum Energiekonzept der Zukunft gehöre neben der weiteren Verbesserung der Energieeffizienz auch der Kraftwerksbau, um eine Importabhängigkeit zu vermeiden.
In der Energiewirtschaft, so der BDEW, begann Anfang des Jahrzehnts ein neuer Investitionszyklus: Seit 2001 wurden 53 größere Kraftwerke mit zusammen rund 8.400 MW Leistung in Betrieb genommen. Insgesamt müssten bis 2020 etwa 40.000 MW Kraftwerksleistung ersetzt werden. Die Modernisierung umfasse damit gut ein Viertel der gesamten Kraftwerkskapazität in Deutschland von gut 140.000 MW.
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