Dies ist der erste Schritt einer längeren Reformdebatte.
Immerhin hat das Parlament inzwischen volles Mitspracherecht in der Agrarpolitik. Er werde die Vorstellungen der Abgeordneten genau beachten, betonte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos in Straßburg.
Das Parlament musste zahlreiche Kompromisse eingehen, um mit möglichst großer Mehrheit die Resolution zu verabschieden. Neu ist die Forderung nach einem Ausbau der Anreize für eine klima- und umweltfreundliche Erzeugung. Der schottische Berichterstatter George Lyon von den Liberalen schlug eine Auffächerung der bisherigen Direktzahlungen in diesem Sinne vor.
Für die Senkung der Treibhausgase in der Landwirtschaft sollte es nach seinem Wunsch Zusätze zu diesen Beihilfen geben. Lyon wurde allerdings überstimmt. Die Mehrheit des EP will die neue Klimaprämie nicht in der ersten GAP-Säule bei den Direktzahlungen ansiedeln. Weiters streben die Abgeordneten eine Angleichung der Betriebsprämien von der alten EU-15 und der neueren EU-12 an.
Um all diese Herausforderungen bezahlen zu können, soll der EU-Agrarhaushalt in den Jahren zwischen 2013 und 2020 zumindest in heutiger Höhe beibehalten werden. Die Intervention für landwirtschaftliche Erzeugnisse soll es auch in Zukunft geben, ergänzt um Absicherungsinstrumente wie Versicherungen, Terminkontrakte und Risikofonds.

