Die Ausführung des seit 2009 laufenden Projekts wird von Forschern der Technischen Universität München betreut. In einem ersten Schritt werden mit dem Pflanzenbau und der Milchviehhaltung beispielhaft die Bereiche mit dem zunächst größten Umsatz an Klimagasen herausgegriffen. In einem zweiten Schritt zeigen die Forscher die wesentlichen Einflussfaktoren und wollen herausfinden, wie die Emissionen verringert werden können. Die Ergebnisse sollen es erleichtern, die Betriebe entsprechend zu beraten und den ökologischen Landbau weiterzuentwickeln.
Professor Kurt-Jürgen Hülsbergen von der TU München erklärt, wie man vorgeht: "Wir untersuchen jeweils 40 konventionell und ökologisch wirtschaftende Ackerbau- und Milchviehbetriebe und wollen zum ersten Mal vollständige Treibhausgasbilanzen des Pflanzenbaus und der Milchviehwirtschaft erstellen.“ Die Untersuchung von Methanausscheidungen der Kühe würde zur Beurteilung bei Weitem nicht ausreichen, so Hülsbergen weiter. Man wolle deshalb nicht nur die Treibhausgasemissionen der Tiere berücksichtigen, sondern auch die aus den Böden und die bei der Futtermittelherstellung – einschließlich der Sojaimporte.
Die Böden sind zum einen Senker von Treibhausgasen, weil sie CO2 binden können. Zum anderen sind sie aber auch Emittenten, zum Beispiel von Lachgas. „Eine humusschonende Bewirtschaftung ist deshalb ein zentrales Thema für die Landwirtschaft. Dabei haben Voruntersuchungen bereits gezeigt, dass im Ökolandbau mehr Humus gebildet wird als bei konventionellen Bewirtschaftungsweisen", sagt Hülsbergen.
Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt. Eine Projektbeschreibung finden Sie unter http://orgprints.org/16944/

