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Emissionsminderungsprojekte bieten Umwelttechnologie-Unternehmen neue Marktpotentiale (26.08.2009)

Am 26. August 2009 nahmen über 60 Vertreter hessischer Unternehmen und Institutionen an einem Einsteigerseminar zum Thema „CO2-Minderungsprojekte und Kyoto-Protokoll“ teil, um sich über die Rahmenbedingungen und Chancen international anerkannter Klimaschutzprojekte und den Emissionshandel zu informieren. Veranstaltet wurde das Einsteigerseminar gemeinsam von der der Transferstelle Internationaler Emissionshandel Hessen und der Aktionslinie Hessen-Umwelttech im Industriepark Frankfurt-Höchst.

Hessen AgenturBei der Begrüßung durch Rüdiger Schweer vom Hessischen Umweltministerium und Maria Rieping vom Hessischen Wirtschaftsministerium wurde deutlich, dass gerade in Krisenzeiten klimabezo-gene Projekte neue Marktchancen eröffnen.

Fünf Referenten vermittelten den Teilnehmen neben den Grundlagen zum Kyoto-Protokoll die wichtigsten Zusammenhänge und zeigten Chancen auf, wie Unternehmen vom Emissionshandel profitieren können.

Die Referentin Sandra Altmeyer von der First Climate Group in Bad Vilbel brachte die zentrale Botschaft auf den Punkt: „Die Veranstaltung könnte relevanter nicht sein. Wenn auch das Thema Klimaschutz, zunehmend von der aktuellen Finanzkrise überschattet, aus dem öffentlichen Be-wusstsein verdrängt wird, so haben doch weder die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken noch die mit dem Klimahandel verbundenen Chancen an Bedeutung verloren. Gerade auch kleine und mittelständische Betriebe nehmen oft die sich aus den sogenannten projektbasierten Mechanismen ergebenden Chancen nicht ausreichend wahr.“

Dabei kommen viele Technologien für die Durchführung von CO2-Minderungsprojekte im Ausland in Frage. Denkbar sind hierbei vor allem der Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien wie zum Beispiel Windkraft, Solartechnologie, die Nutzung von Biomasse und der Abfallwirtschaft. Weiterhin können Technologien einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten, die besonders ag-gressive Treibhausgase reduzieren oder ganz vermeiden.

So stellte beispielsweise Nico Frühwacht von der Heraeus GmbH eine Technologie zur Lachgasre-duktion vor. Mit einem neuartigen Katalysatorsystem lassen sich klimaschädigende Lachgas-Emissionen um bis zu 90 Prozent verringern. Die Technologie wird von Heraeus seit 2006 in beste-hende Anlagen von Düngemittelproduzenten eingebaut.

Dr. Aha von der Beiten Burkhardt Rechtsanwalts-gesellschaft mbH resümierte: „Die Transferstelle Internationaler Emissionshandel Hessen und die Aktionslinie Hessen-Umwelttech haben mit der Organisation dieses Seminars einen wertvollen Beitrag geleistet, der den hessischen Unterneh-merinnen und Unternehmen helfen kann, die Herausforderungen des Emissionshandels zu meis-tern und dabei Einsparmöglichkeiten zu nutzen“.


Quelle: Hessen Agentur

© Hessen Agentur



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