Eine Arbeitsgruppe aus Kaufleuten, Ingenieuren und Juristen hat 50 Regelungsempfehlungen formuliert, die Mieter und Vermieter zu einer nachhaltigen und umweltschonenden Nutzung und Bewirtschaftung von Gewerbeimmobilien verpflichten und sich zum künftigen Marktstandard entwickeln sollen.
Johannes Conradi, Initiator der Projektgruppe "greenLease" ist sich sicher: "Grüne Mietverträge werden sich auch im deutschen Markt durchsetzen, denn Mieter und Vermieter von Gewerbeimmobilien wollen ihr Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz beweisen." Denn an Nachhaltigkeitskriterien orientierte Mietverträge könnten langfristig nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, sondern auch spürbare wirtschaftliche Vorteile bringen, so Conradi.
Die 50 Regelungsempfehlungen bestehen aus einer umfangreichen Palette von Vorschlägen für Klauseln mit konkreten Rechten, Pflichten und Handlungsaufforderungen an Mieter und Vermieter von Gewerberaum zu unterschiedlichen Themen wie zum Beispiel dem Einsatz umweltschonender Materialien bei Baumaßnahmen und Schönheitsreparaturen, Maßnahmen zur Energieeinsparung, Vorgaben für einen maximalen Energie- und Wasserverbrauch und besonderen Nebenkostenregelungen, die nachhaltiges Verhalten fördern.
Weitere Klauselvorschläge beziehen sich auf eine mögliche grüne Zertifizierung des Gebäudes. Obwohl diese zunehmend verbreitet sind, fehlen in Mietverträgen meist Regelungen wie etwa zu den Folgen des Wegfalls der Zertifizierung oder der die Zertifizierung gefährdender Handlungen einer der Parteien.
Weitere Informationen unter der-gruene-mietvertrag.de

