Den Angaben zufolge ist es möglicherweise der größte Bergsturz seit mehreren Jahrzehnten. «Das ist eine außerordentlich große Masse», sagte Curdin Mengelt von der Regionalstelle Südbünden des Amtes. Das genaue Ausmaß muss den Angaben zufolge erst bei weiteren Erkundungsflügen festgestellt werden.
«Ein Bergsturz ist wie eine gewaltige Staublawine», beschrieb Wilhelm den Abbruch. Bewohner des nahe gelegenen Dorfes Soglio hätten das Donnern gehört und den Vorfall gemeldet. Der Bergsturz sei ein gewöhnlicher geologischer Vorgang und habe sich bereits durch einen kleineren Felssturz im Sommer und durch Risse angekündigt, erklärte Wilhelm.
Die Alpen haben sich die letzten 30 Jahre um rund 0.5 Grad je Jahrzehnt erwärmt, was deutlich über dem globalen Durchschnitt von 0,1 bis 0,2 Grad je Jahrzehnt liegt. Dies verursacht einen massiven Rückgang der Gletscher und lässt den Permafrost bis in tiefe Gesteinsschichten tauen. So erhöht sich die Gefahr von Fels- und Bergstürzen.

