Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Seite empfehlen

US-Forscher: Hitzewellen sind Folge des Klimawandels (05.08.2012)

Frankreich 2003, Moskau 2010, Texas 2011: Rund um den Globus gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Hitzewellen. In einer US-Studie heißt es nun: Die extrem heißen Sommer hängen unmittelbar mit dem Klimawandel zusammen.

Washington - Extrem heiße Sommer in den vergangenen Jahren sind höchstwahrscheinlich eine Folge des Klimawandels. Das berichten Forscher in den aktuellen «Proceedings» der US-Akademie der Wissenschaften («Pnas»). In den vergangenen drei Jahrzehnten habe es mehr und mehr Anomalien bei den saisonalen Durchschnittstemperaturen gegeben.

Sonne Bild: pixelio / zaubervogelDas Team um James Hansen von der Universität Columbia (US-Staat New York) spricht von «dramatischen» Änderungen. Die Wissenschaftler untersuchten, welche Schwankungen es bei den saisonalen Durchschnittstemperaturen in den vergangenen 30 Jahren gab - also dem Zeitraum, in dem sich die globale Erderwärmung besonders stark bemerkbar gemacht habe.

Zum Vergleich zogen sie Daten aus der Zeit von 1951 bis 1980 heran - einer Periode mit «relativ stabilen globalen Temperaturen», so die Forscher. Neben dem generellen Trend der Erderwärmung sei vor allem ein neues Phänomen beobachtbar: extrem heiße Sommer. Dazu zählten etwa die Hitzewellen in Frankreich 2003, in Moskau 2010 oder im vergangenen Jahr in Texas. «Wir können mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass solche extremen Anomalien ohne die globale Erwärmung nicht vorgekommen wären», schreiben die Forscher.

Mit dieser Einschätzung stehen die US-Amerikaner nicht alleine da. «Wenn die globale Erderwärmung weiter so zunimmt wie in den vergangenen drei, vier Jahrzehnten, dann können wir noch mehr dieser extrem heißen Sommer erwarten», sagt Dim Coumou vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (Pik). «Auch für Deutschland wird erwartet, dass es in Zukunft im Sommer mehr Temperatur-Ausreißer geben wird.»

Coumou hat selbst eine Studie zum Thema veröffentlicht. In dieser beschränkten sich die Pik-Forscher allerdings auf ein konkretes Ereignis, die Hitzewelle in Moskau. «Hansen hat eine globale Herangehensweise», so Coumou. Ob eine Temperaturabweichung normal oder außergewöhnlich ist, erklärt das Team um Hansen mit der sogenannten Standardabweichung. Als extrem gelten Sommer, die mehr als drei Standardabweichungen wärmer sind als das Klima im Vergleichszeitraum.

In den vergangenen Jahren habe es auf rund zehn Prozent der Landflächen solche extremen Sommer gegeben, heißt es in der Studie. Von 1951 bis 1980 sei dies lediglich bei unter ein Prozent der Fläche der Fall gewesen. Die Zunahme der Temperaturanomalien erklären die Forscher mit dem Bild eines «Klimawürfels». Zwei rote Seiten des Würfels stehen hierbei für «heiß», zwei blaue für «kalt». Zwei weitere Seiten symbolisieren Durchschnittstemperaturen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine der drei Kategorien «gewürfelt» wird, betrage normalerweise ein Drittel. Der Klimawandel führe dazu, dass der Würfel sich verändere und mehr Seiten rot werden, schreiben die Forscher.


Quelle: dpa

© Sonne Bild: pixelio / zaubervogel



Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


17.05.2013

Bundesverband Solarwirtschaft zeigt mehr Einsatz für Solarstom-Speicher

Windenergiereport 2012: Branche wächst weiter

CO2 - Marktbericht vom 17.05.2013

Meeresspiegel: Ein Drittel des Anstiegs kommt aktuell von Gletschern

Vulkane sorgen für Klimagas-Schwankungen

Gipfelthemen zur EU-Energiepolitik

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen

16.05.2013

Überschuss an Verschmutzungsrechten im CO2-Handel 2012 verdoppelt

EU-Kommission zieht gemischte Bilanz für Emissionen im Jahr 2012

Fraunhofer IPA entwickelt Optimierungsverfahren für energieeffiziente Industrieroboter

Emissionshandel: Kommission kann Verhandlungen mit Australien beginnen

Naturkatastrophen immer teurer - Billionen-Schäden

China warnt EU im Solar-Streit vor Schaden für Handelsbeziehungen

CO2 - Marktbericht vom 16.05.2013

Netzausbau kein Engpass für die Energiewende

Ein Jahr Altmaier: Heiter bis wolkig

15.05.2013

25.06. - 27.06.2013 Konferenz Climate Change and Nature Conservation in Europe – an ecological, policy and economic perspective

Greenpeace-Protest gegen Altmaiers Vorschläge zu KFZ-Grenzwerten

Studie: Durch optimale Standortwahl könnten 45 Mrd. Euro bei der Investition in erneuerbare Energien eingespart werden

Indonesien schützt Regenwälder weiter vor dem Abholzen

RWE verdient operativ weniger - Harter Winter mindert Rückgang

CO2 - Marktbericht vom 15.05.2013

14.05.2013

Abgeschiedenes Kohlenstoffdioxid als Düngemittel

BUND und DUH fordern politisches Eingreifen gegen die Kohlekraft

Oberlandesgericht Hamm weist Klage gegen EEG-Umlage ab

Novelle der Energieeinsparverordnung in der Kritik

Branchenmonitor Energieeffizienz 2013 der Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz

Merkel: Steuerungsinstrumente bei Energiewende vereinheitlichen

CO2 - Marktbericht vom 14.05.2013

13.05.2013

Grüner Strom Label wächst 2012 deutlich

CO2 - Marktbericht vom 13.05.2013

Deutsche Umwelthilfe fordert Eingreifen des Staates gegen manipulierte Herstellerangaben zum Spritverbrauch

Veraltete Heiztechnik in deutschen Haushalten

Studie: Schnelle Begrenzung der Emissionen kann viele Arten retten

11.05.2013

Wissenschaftler: CO2-Werte in «gefährlichem Bereich»