Co2-Handel.de - Das Portal zum Emissionshandel und Klimaschutz
Seite empfehlen

Mehr nicht: Das globale Budget für CO2 - ein Lösungsansatz

WGBU Wissenschaftlicher Beirat der BundesregierungUm gefährlichen Klimawandel zu verhindern, muss die internationale Staatengemeinschaft den Ausstoß von CO2 aus fossilen Quellen durch Festlegung eines globalen Budgets begrenzen. 750 Mrd. Tonnen sollte es nicht übersteigen. Da das Globalbudget gerecht auf alle Staaten verteilt wird, eignet sich der Budgetansatz als Grundlage für einen neuen Weltklimavertrag.

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung WBGU hat ein Fact-Sheet erstellt, in dem die wesentlichen Sachverhalte und Schlussfolgerungen dieses Ansatzes dargestellt sind.

Factsheet Budgetansatz Download: anklickenZur Begrenzung der Erderwärmung auf 2°C muss die Menge an weltweit ausgestoßenem CO2 aus fossilen Brennstoffen limitiert werden. Die CO2-Emissionen müssen wegen ihrer gewaltigen Menge und ihrer langen Verweildauer in der Atmosphäre im Zentrum des Klimaschutzes stehen.

Der WBGU schlägt deshalb eine verbindliche Obergrenze in Form eines CO2-Budgets vor, das global bis 2050 emittiert werden darf. Je höher die Wahrscheinlichkeit sein soll, die Erwärmung auf 2°C zu beschränken, desto kleiner ist das globale Budget. Der WBGU schlägt für den Zeitraum 2010–2050 ein Globalbudget von 750 Mrd. t CO2 vor. Damit ließe sich die Klimaerwärmung mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei Dritteln auf 2°C begrenzen.

Ist das Globalbudget bestimmt, muss es auf alle Staaten verteilt werden. Als Verfahren eignet sich eine gleiche Pro-Kopf-Verteilung. Aus den nationalen Emissionsbudgets lassen sich Minderungsziele ableiten, die an die laufenden Klimaverhandlungen anschlussfähig sind.

Verträglich sind jährlich 2,7 t CO2 pro Kopf weltweit
Eine Weltbevölkerung von 6,9 Mrd. Menschen im Jahr 2010 und ein Globalbudget von 750 Mrd. t CO2 ergeben bis 2050 durchschnittlich erlaubte jährliche Pro-Kopf-Emissionen von rund 2,7 t CO2.

Legt man die CO2-Emissionen von 2008 zugrunde, so hätte Deutschland sein Budget in zehn Jahren, die USA bereits in sechs, China in 24 Jahren, Indien in 88 Jahren und Burkina Faso in 2.892 Jahren erreicht (siehe Tabelle).

Quelle: WGBU

Es wird knapp: Ein Wettlauf gegen die Zeit
Der Einstieg in die Dekarbonisierung muss schnellstmöglich geschehen. Beginnt die Gesamtsumme der weltweiten Emissionen nicht zwischen 2015 und 2020 zu sinken, ist die Einhaltung der 2°C-Leitplanke nahezu ausgeschlossen.

Da der Umbau von Energie-, Produktions-, und Transportsystemen Zeit braucht und oft politisch sowie gesellschaftlich umstritten ist, sind große Emissionsminderungen innerhalb weniger Jahre unrealistisch:

Beginnt die Gesamtsumme der weltweiten Emissionen erst im Jahr 2015 zu sinken, sind jährliche Reduktionsraten von bis zu 5% pro Jahr erforderlich, um das Globalbudget 2050 nicht zu überschreiten. Dafür müsste die Welt in jedem einzelnen Jahr Reduktionsleistungen in einer Größenordnung erbringen, für die im Kyoto-Protokoll über zwei Jahrzehnte vorgesehen sind.

Das vierseitige factsheet "Budgetansatz" ist als Download erhältlich (Bild anklicken)


Quelle: WBGU

© WGBU Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung

© Factsheet Budgetansatz Download: anklicken

© Quelle: WGBU



Ihr Partner für den CO2-Fußabdruck:

Ihr Partner für den CO2 Fußabdruck: klimAktiv


17.05.2013

Bundesverband Solarwirtschaft zeigt mehr Einsatz für Solarstom-Speicher

Windenergiereport 2012: Branche wächst weiter

CO2 - Marktbericht vom 17.05.2013

Meeresspiegel: Ein Drittel des Anstiegs kommt aktuell von Gletschern

Vulkane sorgen für Klimagas-Schwankungen

Gipfelthemen zur EU-Energiepolitik

Bundestag kippt Verbot von Nachtspeicheröfen

16.05.2013

Überschuss an Verschmutzungsrechten im CO2-Handel 2012 verdoppelt

EU-Kommission zieht gemischte Bilanz für Emissionen im Jahr 2012

Fraunhofer IPA entwickelt Optimierungsverfahren für energieeffiziente Industrieroboter

Emissionshandel: Kommission kann Verhandlungen mit Australien beginnen

Naturkatastrophen immer teurer - Billionen-Schäden

China warnt EU im Solar-Streit vor Schaden für Handelsbeziehungen

CO2 - Marktbericht vom 16.05.2013

Netzausbau kein Engpass für die Energiewende

Ein Jahr Altmaier: Heiter bis wolkig

15.05.2013

25.06. - 27.06.2013 Konferenz Climate Change and Nature Conservation in Europe – an ecological, policy and economic perspective

Greenpeace-Protest gegen Altmaiers Vorschläge zu KFZ-Grenzwerten

Studie: Durch optimale Standortwahl könnten 45 Mrd. Euro bei der Investition in erneuerbare Energien eingespart werden

Indonesien schützt Regenwälder weiter vor dem Abholzen

RWE verdient operativ weniger - Harter Winter mindert Rückgang

CO2 - Marktbericht vom 15.05.2013

14.05.2013

Abgeschiedenes Kohlenstoffdioxid als Düngemittel

BUND und DUH fordern politisches Eingreifen gegen die Kohlekraft

Oberlandesgericht Hamm weist Klage gegen EEG-Umlage ab

Novelle der Energieeinsparverordnung in der Kritik

Branchenmonitor Energieeffizienz 2013 der Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz

Merkel: Steuerungsinstrumente bei Energiewende vereinheitlichen

CO2 - Marktbericht vom 14.05.2013

13.05.2013

Grüner Strom Label wächst 2012 deutlich

CO2 - Marktbericht vom 13.05.2013

Deutsche Umwelthilfe fordert Eingreifen des Staates gegen manipulierte Herstellerangaben zum Spritverbrauch

Veraltete Heiztechnik in deutschen Haushalten

Studie: Schnelle Begrenzung der Emissionen kann viele Arten retten