«Die Arktis ist unser Beobachtungsgebiet, weil sie uns verrät, was auf die ganze Erde zukommt», sagte NOAA-Experte Pieter Tans. «Wir werden globale Werte von mindestens 400 ppm vermutlich um das Jahr 2016 sehen.» Neben Barrow sei der hohe Wert auch an sechs anderen Stationen registriert worden, auch in Finnland und Norwegen. Nur in Barrow hielt der Wert aber über einen ganzen Monat.
Früher lag der Wert bei 280 ppm, doch schon seit Beginn der Industrialisierung der Erde vor drei Jahrhunderten steigt er beständig an. In den vergangenen Jahrzehnten ging es immer schneller: Waren es in den 1960er Jahren noch 0,7 ppm mehr im Jahr, sind es jetzt schon zwei. Im vergangenen Jahr lag der weltweite Durchschnitt bei 390,4 ppm.
Kohlendioxid wird für den Treibhauseffekt verantwortlich gemacht: Das Gas isoliert die Erde und lässt die Wärmestrahlung nicht zurück ins All. Dadurch soll sich die Erde zwar nur in Jahrhunderten um wenige Grad erwärmen, das genügt nach Ansicht von Wissenschaftlern aber, das fragile Weltklima massiv durcheinanderzubringen. Dürren und stärkere Wirbelstürme könnten ebenso die Folgen sein wie ein Anstieg des Meeresspiegels durch schmelzendes Polareis. Das wiederum könnte niedrig gelegene Regionen und ganze Inselstaaten gefährden.

