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Helmholtz-Zentrum gründet Institut für 'Solare Brennstoffe' (05.07.2012)

Die Speicherung von Strom aus Wind und Sonne durch die Erzeugung von Wasserstoff ist eine der zukunftsträchtigsten Lösungsansätze für die Energiewende. Noch aber befindet sich die Technologie im Versuchsstadium, der Wirkungsgrad zu niedrig und die Erzeugung von Wasserstoff zu teuer.

Denn die Forschung sieht sich vor der Herausforderung, zukunftsfähige Ansätze für die Lösung der Energiefrage zu entwickeln. Neue Verfahren für die Wasserstoff-Herstellung zu finden, ist ein Beispiel für die Aufgaben, denen sich das neuen Institut „Solare Brennstoffe und Energiespeichermaterialien“ stellt, mit dem das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) seine Energieforschung intensivieren will.

Institutsleiter Roel van de Krol Bild: HZBGeleitet wird das Institut ab 1. Juli von Dr. Roel van de Krol. Gleichzeitig hat der Wissenschaftler einen Ruf an die Technische Universität Berlin in einem gemeinsamen Berufungsverfahren erhalten, das kurz vor dem Abschluss steht.

In Solarzellen wird das Sonnenlicht direkt in Strom umgewandelt, der sofort in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden muss. Die Netze müssen an diese Situation angepasst werden, denn der produzierte Strom unterliegt natürlichen Schwankungen. Den Strom wirtschaftlich zu speichern, gelingt bislang nur in so genannten Pumpspeicherkraftwerken, die aber den Strom nur für wenige Stunden speichern und nur als ein einziger Mosaikstein im Konzert der verschiedenen Speichermöglichkeiten gilt, auf die wir künftig angewiesen sein werden.

Die Wissenschaftler verfolgen einen anderen Ansatz für die Herstellung von Wasserstoff, sie wollen ihn in einem monolithischen Materialsystem zu erzeugen. Das heißt, der halbleitende Absorber und der Katalysator sind in einer Struktur integriert. Die HZB-Forscher um Roel van de Krol werden neue komplexe Metalloxide entwickeln, die eine kostengünstige und trotzdem chemisch stabile Alternative zu den herkömmlichen Photovoltaik-Halbleitern sein könnten. Dafür wollen sie Nano-Strukturen entwickeln und untersuchen, um die bisher noch ungenügenden inhärenten Halbleitereigenschaften von Metalloxiden zu verbessern.


© Institutsleiter Roel van de Krol Bild: HZB



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