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Schulklassen machen mit beim Klimaschutz - BUND-Projekt erfolgreich gestartet

Kohlenstoffdioxid, kurz CO2, sieht man nicht und riecht man nicht – darum ist das Thema für die meisten jungen Schülerinnen und Schüler wenig greifbar. Nachzurechnen, dass die eigene Kleidung schon weiter gereist ist als man selbst, und zu messen, dass Elektrogeräte sogar dann Strom verbrauchen können, wenn man sie ausgeschaltet hat, ist schon spannender.

Bild: BUND OrtenauDeshalb bietet die Kreisgruppe Ortenau des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) seit Beginn des Schuljahres für zehn- bis zwölfjährige Schülerinnen und Schüler ein besonderes Programm zum Erwerben einer „Klimameisterschaft“ an. In insgesamt sechs Unterrichtsbesuchen, jeweils mindestens einer Doppelstunde, wird aufgezeigt, in welchen Bereichen die Kinder und Jugendlichen schon selbst Einfluss auf den täglichen CO2-Ausstoß haben und wie sie ihren Alltag klimaschonender gestalten können. Im Anschluss an jede thematische Einheit ist dann Eigeninitiative gefragt: Die Klasse bearbeitet eine selbstgewählte Aufgabe und zeigt, wie sie das Gelernte umsetzt.

Bild: BUND OrtenauDie Geschäftsführerin des BUND-Umweltzentrums Ortenau, Petra Rumpel, ist von der Resonanz positiv überrascht: „Innerhalb einer Woche nach Bekanntmachung hatten sich schon acht Klassen angemeldet. Viele spricht das Projekt deshalb an, weil es auf den Alltag der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten ist und es nicht beim theoretischen Faktenlernen bleibt.“

Bild: BUND OrtenauDarum werden nicht nur Hintergrundinformationen vermittelt, sondern es wird anschaulich ausprobiert und praktisch gearbeitet. Das kommt auch bei den Kindern gut an: „Hat meine Jeans wirklich schon so viele Kilometer hinter sich?“ fragt ungläubig ein Schüler, und ein anderer gesteht nach dem gemeinsamen Zubereiten einer Gemüsesuppe aus regionalen Zutaten: “Pastinaken und Tobinambur - so was hab ich noch nie gegessen!“.

CO2-Jugendrechner Bild: KlimAktiv/HeuselMit Hilfe des CO2-Rechners für Jugendliche von KlimAktiv  wird ermittelt, wie die eigene Bilanz der jungen Menschen aussieht, und das Ergebnis zeigt auch gleich Verbesserungsvorschläge auf. „Das wusste ich gar nicht, dass das Klima so empfindlich ist und ich selber auch zur Veränderung beitrage“, resümiert eine Schülerin. Die angehenden Teenager wollen den Aspekt in Zukunft bei der Auswahl von Kleidung, Ernährung und Fortbewegungsmitteln und beim Umgang mit Energie im Alltag berücksichtigen. Und sie werden gleich aktiv: Ideen in der Vorweihnachtszeit sind zum Beispiel eine Tauschbörse für gebrauchtes Spielzeug und das Selberbacken von Weihnachtsplätzchen aus heimischen Zutaten.

Bild: BUND OrtenauDie Aktion wird von speziell vorbereiten Honorarkräften durchgeführt und als beispielhaftes Projekt aus Mitteln der Glücksspirale durch das Landesumweltministerium gefördert. Auch die momo-Stiftung, die Ortenauer Energieagentur und die Buchhandlung Roth aus Offenburg unterstützen das Projekt. So können im Schuljahr 2011/2012 insgesamt zehn Schulklassen kostenlos betreut werden. Die Erfahrungen aus dieser Probephase werden gesammelt und dokumentiert, damit das Thema in ähnlicher Art an möglichst vielen Schulen aufgegriffen werden kann.

Bei Interesse sind weitere Auskünfte beim BUND-Umweltzentrum Ortenau in Offenburg erhältlich, Tel. 0781/25484, E-Mail: bund.umweltzentrum-ortenau@bund.net, oder unter http://vorort.bund.net/uz-ortenau/klimaschutz_schule.htm


Petra Rumpel / Geschäftsführerin Umweltzentrum Ortenau

© Bild: BUND Ortenau

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© CO2-Jugendrechner Bild: KlimAktiv/Heusel

© Bild: BUND Ortenau



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