Die Phishing-Attacke hat sich nach Nantkes Angaben gegen insgesamt 17 Register weltweit gerichtet und sei sehr gut vorbereitet gewesen. Unter Umständen sei die Phishing-Attacke am 4. Januar auf das dänische Register eine Art Probelauf für den globalen Angriff auf Kontozugangsdaten gewesen. In Deutschland hätten sich glücklicherweise nur wenige Empfänger der manipulierten Mail zur Preisgabe ihrer Kontozugangsdaten verführen lassen. Wie "erfolgreich" die gesamte globale Attacke war, ist laut Nantke derzeit noch nicht bekannt. Die DEHSt hat bei der Staatsanwaltschaft Berlin Strafanzeige erstattet.
Den Kontoinhabern empfiehlt die DEHSt eindringlich, alle von ihr angebotenen Sicherheitsmaßnahmen zu nutzen. Dazu gehört das Vier-Augen-Prinzip, bei dem eine Transaktion nur mit Zustimmung zweier Bevollmächtigter mit unterschiedlichen Zugangsdaten zum jeweiligen Konto ausgeführt werden kann. Ein weiterer Service, der die Sicherheit erhöhen soll, ist die Möglichkeit, sich über den Zugriff auf das eigene Konto per Mail informieren zu lassen. Derzeit prüft die DEHSt zudem die Einführung einer weiteren Hürde. Ein zweistufiges Authentifizierungssystem überprüft dann neben den herkömmlichen Zugangsdaten auch ein digitales Zertifikat auf dem verwendeten Computer.
Quelle: djnewsletters.de / Dow Jones TradeNews Energy / Silvia Rausch-BeckerLesen Sie hierzu auch: Umweltbundesamt bestätigt Millionenschaden hier
