Derzeit gehen die Prognosen davon aus, dass Irland deutlich weniger Carbon Credits benötigen wird als vor 18 Monaten vorausgesagt. Deshalb hat die für den Ankauf von Zertifikaten zuständige Behörde, die National Treasury Management Agency (NTMA), das Ankaufprogramm bis auf weiteres eingestellt.
Die Information über eine mögliche Überversorgung gelangte über eine parlamentarische Anfrage der Umweltsprecherin der Labour Party an die Öffentlichkeit, schreibt die Zeitung. Joanna Tuffy wollte wissen, was der Staat für die Vermeidung einer Nichteinhaltung der Emissionsziele laut Kyoto-Protokoll eingeplant und gezahlt habe. Gormley bezifferte die Gesamtkosten für den Ankauf von Zertifikaten für den Kyoto-Compliance-Prozess für den Zeitraum von 2008 bis 2012 auf 99,6 Mio EUR. Die NTMA habe 2008 und 2009 knapp 74 Mio EUR für rund 5,3 Mio t CO2e gezahlt. 2008 habe die NTMA 3,455 Mio Carbon Credits für rund 52,1 Mio EUR angekauft, 2009 seien es 1,8 Mio Zertifikate für 21,6 Mio EUR gewesen.
