Berechtigungen im Wert von 1,1 Mio EUR sind seit dem Diebstahl der Zugangsdaten spurlos verschwunden. Man wisse lediglich, dass die 88.000 EUAs zuerst nach Dänemark und dann nach Großbritannien transferiert worden seien. Wo die Berechtigungen jetzt sind, sei unbekannt. Weder das Bundeskriminalamt noch die DEHSt hätten das Diebesgut offiziell ausgemacht, klagt das Unternehmen. Seit einem Auskunftsantrag an die DEHSt vom 4. Februar habe man aus Berlin nichts mehr gehört. Dabei könnten sich die Zertifikate als virtuelles Gut nur auf einem Konto bei einem der 25 europäischen Register befinden, meint Katzenmayer.
Das Unternehmen hofft nach seiner Aussage auf die Unterstützung der DEHSt. Diese halte sich jedoch "bedeckt". Unmittelbar nach der Attacke seien noch sehr konstruktive Gespräche geführt worden. Diese Gesprächsbereitschaft sei nun abgeebbt. "Wir haben über unsere Anwälte einen Antrag auf Auskunft und Sicherstellung bei jedem Register gestellt und warten nun auf Antwort", schreibt Katzenmayer in einer Pressemitteilung.
Für den Fall, dass sich Gerüchte über eine Einstellung der Ermittlungen durch die DEHSt bestätigen sollten, will er von seinen Anwälten prüfen lassen, ob die DEHSt nicht selbst für den Schaden ersatzpflichtig sei. Schließlich seien die Sicherheitsvorkehrungen weit unterhalb des Standards, der für jede Stadtsparkasse verbindlich sei. Katzenmayer will es nicht hinnehmen, dass angesichts dieser Defizite die Geschädigten nun auch noch im Regen stehen gelassen werden. Er könne sich nicht vorstellen, dass die Behörde nichts tue. Dennoch habe er die Anwaltskanzlei Becker Büttner Held damit beauftragt, mögliche Ersatzansprüche gegen die Emissionshandelsstelle zu prüfen.
