Sollte Deutschland sich nicht für eine Teilnahme an der europaweiten Auktionsplattform beteiligen, bestehe auch für eine Auktionierung auf nationaler Ebene Interesse am Betrieb eines solchen Opt-Outs, teilte der EEX-Chef auf Anfrage von Dow Jones mit.
Die bereits seit November 2009 durchgeführte EEX-Primärmarktversteigerung deutscher EUAs im Auftrag des Bundes biete für die Auktionierung ab 2013 wichtige Erfahrungswerte für die Börse, hieß es von Menzel weiter. Ein erstes Interesse für die europäischen CO2-Auktionen hatte der Börsenchef bereits Mitte April angekündigt (Dow Jones TradeNews Energy 16.4.2010). Sollte eine zentrale europäische Plattform ähnlich hohe Sicherheitsstandards für den Handel gewährleisten können wie der EEX-Handel, sei ein europäischer Ansatz gegenüber mehreren nationalen Plattformen vorzuziehen, hieß es von Menzel. Grund hierfür seien höhere Effizienzerwartungen an eine europäische Plattform, sagte Menzel.
Die EU-Kommission hatte am vergangenen Mittwoch grünes Licht für die Auktionsregeln ab 2013 gegeben, die den Aufbau einer zentralen europäischen Auktionsplattform vorsehen, allerdings auch nationale Versteigerungsplattformen sollen nach 2012 eine Chance neben der gemeinsamen Plattform haben. / DJG/mil
