Cap and TradeBeim Cap and Trade Ansatz wird für das gesamte Handelsystem eine bestimmte Höchstmenge (Cap) an erlaubten Gesamtemissionen festgelegt, welche in einzelne Emissionsrechte heruntergebrochen und auf die einzelnen Verpflichteten alloziiert werden. Die verpflichteten Unternehmen können über ihr Cap hinaus emittieren, wenn sie hierfür Emissionsrechte halten. Daher wird der Emissionsrechtehandel auch Cap and Trade Ansatz genannt. Carbon Leakagecarbon leakageUnter Carbon Leakage versteht man den Effekt, dass Unternehmen ihren Standort aus der Europäischen Union in Drittstaaten mit weniger strengen Klimaschutzauflagen verlegen, da sie aufgrund ihrer Verpflichtung am europäischen Emissionshandel teilzunehmen, Wettbewerbsnachteile befürchten. Certified Emission ReductionsCERCERs sind Emissionsreduktionsgutschriften, die Annex-I-Staaten nach Artikel 12 des Kyoto-Protokolls mit CDM-Emissionsminderungsprojekten in Non-Annex-I-Staaten, d. h. Entwicklungsländern, erwirtschaften. Sie können auch durch unilaterale CDM-Projekte, also ohne die Einbindung eines Annex-I-Landes, generiert werden. Siehe CDM, ERU. CH4MethanDie folgenden Treibhausgase werden durch das Kyoto-Protokoll geregelt: Kohlendioxid (CO2) Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), teilhalogenierte Kohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW), Schwefelhexafluorid (SF6),. Neben diesen Treibhausgasen sind Stoffe wie Stickoxide (NOX), Kohlenmonoxid (CO) und flüchtige organische Verbindungen (NMVOC), die bei der Bildung von Ozon in der Troposphäre beteiligt sind, treibhauswirksam. Clean Development MechanismCDMDer Clean Development Mechanism ist im Kyoto-Protokoll in Artikel 12 verankert: Beim CDM beteiligt sich ein Annex-I-Land (Industrie- oder Transformationsland) bzw. ein Unternehmen aus einem Annex-I-Land an einem emissionssparenden Projekt in einem Non-Annex-I-Land (Entwicklungs- oder Schwellenland). Die Anrechnung der gewonnenen Emissionsreduktionsgutschriften kann rückwirkend vom Jahre 2000 an erfolgen. Der CDM soll nicht nur Emissionsminderungen erbringen, sondern auch ausdrücklich die beteiligten Entwicklungsländer in ihrem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung unterstützen. Nähere Erläuterungen hierzu finden sich in Teil II des Leitfadens. Climate Change AgreementBei der in Großbritannien eingeführten Climate Change Levy haben energieintensive Unternehmen die Möglichkeit, durch die Abgabe einer Selbstverpflichtung und der Teilnahme am Emissionshandel eine Reduzierung der Steuersätze um 80 Prozent zu erreichen. Climate Change LevyDie Energiesteuer Climate Change Levy wurde am 1. April 2001 in Großbritannien eingeführt. Es sollen Anreize zur Effizienzsteigerung in der Energienutzung geschaffen werden. Energieintensive Unternehmen haben die Möglichkeit durch ein Climate Change Agreement eine Verringerung des Steuersatzes um 80 Prozent zu erreichen. Von der Steuer befreit sind alle alternativen Energieformen wie Solarenergie, Energie aus Windkraftanlagen als auch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. COKohlenmonoxidDie folgenden Treibhausgase werden durch das Kyoto-Protokoll geregelt: Kohlendioxid (CO2) Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), teilhalogenierte Kohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW), Schwefelhexafluorid (SF6). Neben diesen Treibhausgasen sind Stoffe wie Stickoxide (NOX), Kohlenmonoxid (CO) und flüchtige organische Verbindungen (NMVOC), die bei der Bildung von Ozon in der Troposphäre beteiligt sind, treibhauswirksam. CO2KohlendioxidDie folgenden Treibhausgase werden durch das Kyoto-Protokoll geregelt: Kohlendioxid (CO2) Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), teilhalogenierte Kohlenwasserstoffe (HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW), Schwefelhexafluorid (SF6). Neben diesen Treibhausgasen sind Stoffe wie Stickoxide (NOX), Kohlenmonoxid (CO) und flüchtige organische Verbindungen (NMVOC), die bei der Bildung von Ozon in der Troposphäre beteiligt sind, treibhauswirksam. Kohlendioxid (CO2) übersteigt in seiner Quantität die anderen fünf anthropogenen Treibhausgase bei weitem. In Deutschland machte sein Anteil an den sechs Kyoto-Gasen im Jahr 2008 87,0% aus (Quelle: UNFCCC, National greenhouse gas inventory data for the period 1990-2008). CO2-Emissionen entstehen vor allem bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Sie entstehen aber auch in Prozessen z. B. bei der Produktion von Zement, Kalk oder Glas. Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre (jährliche Variationen des ganzen Kohlendioxids natürlichen und anthropogenen Ursprungs) steigt jährlich um fast 0,5 Prozent an (Quelle: Thomas Conway and Pieter Tans, NOAA/ESRL) CO2-ÄquivalenteÄquivalente, Äquivalenzfaktor, Global-Warming-Factor, GWPUm die weiteren Treibhausgase CH4, N2O, HFC, PFC, SF6, bei der Kyoto-Ziel-Erfüllung ebenfalls berücksichtigen zu können, ist es notwendig, eine entsprechende einheitliche Bemessungsgrundlage (CO2-Äquivalente) festzulegen. Dabei wird das globale Erwärmungspotenzial der anderen Gase in Relation zur Klimawirksamkeit auf 100 Jahre von CO2 gestellt. Ausgedrückt wird dieser Zusammenhang durch das Global Warming Potential, das vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) festgelegt wurde.
AR4: vierter Sachstandsbericht des IPCC (englisch: Fourth Assessment Report) CO2-Fußabdruckcarbon footprint, CO2-BilanzDer CO2-Fußabdruck, Carbon Footprint oder Kohlenstoff-Fußabdruck, ist ein Maß für den Beitrag zum Treibhauseffekt durch menschliches Verhalten. Zum Beispiel wird der persönliche CO2-Fußabdruck wird insbesondere beeinflusst durch das Mobilitäts-, Wohn-, Ernährungs- und Konsumverhalten des Menschen. CO2-SequestrierungCCS, CO2-Abscheidung, CO2-LagerungCO2-Sequestierung oder CCS (Carbon Dioxide Capture and Storage) steht für die Abtrennung und Einlagerung von CO2, welches bei der Verbrennung fossiler Energieträger entsteht. Moderne Kohlekraftwerke sollen künftig bei der Verbrennung anfallendes CO2 von anderen Abgasen trennen. Dazu wird die Kohle nicht wie bislang üblich mit Luft, die zum Großteil aus Stickstoff besteht, sondern in einem Gemisch aus reinem Sauerstoff und Rauchgas verfeuert. So soll die Abtrennung des CO2 nach dem Verbrennungsprozess erleichtert werden. In verschiedenen Reinigungs- und Aufbereitungsstufen wird das abgetrennte CO2 unter hohem Druck verflüssigt und transportfähig gemacht. Ob tausend Meter unter dem Meeresgrund wie in Norwegen oder in leeren Gas- und Erdöllagerstätten wie in Kanada: Betreiber von Kohlekraftwerken wollen das CO2 in den Boden pressen und dort für immer speichern, in dem es von undurchlässigen Gesteinsschichten eingeschlossen wird. Vattenfall nahm 2008 im brandenburgischen Werk Schwarze Pumpe die weltweit erste Pilotanlage für ein Braunkohlekraftwerk mit CO2-Abscheidung in Betrieb. Nun soll in Jänschwalde zwischen 2012 und 2015 ein Demonstrationskraftwerk gebaut werden. Spätestens 2020 soll Quellen: co2-handel.de, dpa Commitment Period ReserveUm den Anreiz des “Ausverkaufs“ der Assigned Amount Units zu mindern, darf jedes verpflichtete Land nur einen bestimmten Teil seiner anfangs zugeteilten Emissionsrechtemenge (Assigned Amount) verkaufen. D. h., die Annex-I-Länder müssen eine Mindestreserve von 90 % ihrer zugeteilten Emissionsrechte halten. Community Independent Transaction LogCITLEin Mechanismus im Rahmen des EU-Emissionshandels, der die nationalen Register aller Mitgliedstaaten der EU miteinander verknüpft und als Zentralregister Vorgänge, wie z. B. Transaktionen oder Kontoeröffnungen, überwacht und protokolliert. Erst wenn das CITL eine Transaktion bestätigt, gilt diese als abgeschlossen. Credit TradingDer Handel von Emissionsreduktionsgutschriften (Credit Trading) soll in zwei verschiedenen Formen realisiert werden: Clean Development Mechanism und Joint Implementation. Der wesentliche Unterschied zwischen dem Credit Trading und dem Allowance Trading besteht darin, dass Emissionsrechte ausgegeben werden, hingegen Emissionsreduktionsgutschriften erst durch Kompensation erworben werden können. |
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